Jugendliche hören

Ein Großteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen fühlen sich in ihren Sorgen gerade in der jetzigen Situation von der Politik oder anderen Institutionen nicht gehört.
Daran müssen wir etwas ändern! Diese Generation darf sich nicht ausgeschlossen und zu wenig unterstützt fühlen.
Wir müssen mehr mit ihnen in Kontakt treten – nicht nur in Klimafragen. Das Ziel muss es sein, ihnen zu zeigen, dass ihre Meinung zählt und Sie ebenfalls eine Stimme haben, die gehört wird. Nur so besteht eine Chance auf eine faire und solidarische Zukunft!

In Studien hat sich gezeigt, dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Corona-Maßnahmen befürwortet haben, auch wenn sie nicht immer davon begeistert waren. Sie haben die Maßnahmen hingenommen, um sich und ihre Familie zu schützen.
Sie haben dafür andere Wege gefunden, um soziale Kontakte zu pflegen oder gegen die Langeweile anzukämpfen.
Dennoch zeigt sich, dass viele, gerade wenn es um ihre schulische Bildung unter Corona-Maßnahmen geht, sehr unzufrieden sind, auch wenn es um die Unterstützung durch Pädagogen geht.

Leider musste ich auch feststellen, dass ein Großteil der TeilnehmerInnen empfindet, dass gerade Sie von der Politik nicht gehört werden, obwohl sie sich doch immer mehr dafür Interessieren und sich gerne engagieren würden. Sie fühlen sich vergessen!

Wir haben unser Augenmerk vermehrt auf die physische und psychische Gesundheit der älteren Generation gelegt; und das aus guten Gründen. Aber wie ging und geht es eigentlich der jungen Generation, die gerade in ihrer Schulausbildung steckt oder in die Berufswelt starten möchte.
Kürzlich veröffentlichte Studien haben darüber Ausschluss gegeben und sich ausschließlich mit der Situation dieser Generation befasst.

Zu den Studien:

Stiftung Universität Hildesheim

BpB

Gedanken zu „Sturm auf Berlin“

Unter dem Sturm auf Berlin haben Rechtsextreme am Samstag mit Reichsflaggen die Treppen des Reichstags erklommen, 81 Jahre nachdem Deutschland in Polen einmarschiert ist und der zweite Weltkrieg mit mehr als 60 Millionen Toten begann. Heute ist Antikriegstag, an dem wir umso eindringlicher der Opfer der Weltkriege gedenken und mit aller Kraft verhindern müssen, dass ähnliche Dinge erneut geschehen!

Rede vom 26. August 2020 zur Corona-Teststrategie – Plenartage NRW

Rede vom 26. August 2020 zur Corona-Teststrategie in NRW – Plenartage NRW

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Mehr Informationen

In NRW bleiben zahlreiche Kontaktpersonen von Corona-Infizierten ungetestet. Die Gesundheitsämter testen uneinheitlich – nur rund ein Drittel folgt der Empfehlung des RKI alle Personen zu testen, die länger als 15min nahen Kontakt zu einer infizierten Person hatten – unabhängig von Symptomen. Andere testen nur bei Symptomen, oder nach Einzelfallentscheidungen. Diese unterschiedliche Behandlung ist möglich, weil NRW komplett auf eine landesweite Teststrategie verzichtet. Die Landesregierung wälzt die Verantwortung auf die Kommunen ab. Wir haben eine landesweite Teststrategie als Aktuelle Stunde zum Thema im Landtag gemacht und konkrete Forderungen gestellt:

1. Mobile Testzentren, die Kitas, Schulen und Altenheime direkt anfahren können.

2. Flächendeckende Drive-In-Schalter, um die Arztpraxen zu entlasten.

3. Erlaubnis für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, ihre MitarbeiterInnen vor Ort selbst zu testen.

4. Erlaubnis für Betriebsärzte, ganze Betriebe selbst zu testen.

5. Einbeziehung der Industrie, damit auch Betriebslabore für Corona-Tests genutzt werden können.

Die Rede von Thomas Kutschaty zu dieser Aktuellen Stunde finden Sie hier: https://www.thomas-kutschaty.de/.

Abschaffung der Straßenausbaubeiträge

Heute haben wir in den LandtagNRW die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge eingebracht. CDU und FDP hielten das für keine gute Idee und haben den Antrag abgelehnt.

Warum das aber die richtige Entscheidung gewesen wäre?

Bei den Straßenausbaubeiträgen müssen die Grundstückseigentümer*innen zahlen, wenn die zum Grundstück gehörende Straße saniert wird. Das können teilweise hohe Summen sein, die die finanzielle Existenz der Eigentümer gefährden. Darüber hinaus werden die Kommunen durch das Kommunalabgabegesetz dazu gezwungen, diese Abgabe zu entnehmen.

Die Straßenausbaubeiträge sind ungerecht und können Existenzen ruinieren. Das muss beendet werden! Sie können jeden treffen: Junge Familien, Rentnerinnen und Rentner oder auch Menschen, die sich das Einfamilienhaus als Investition in die Zukunft gekauft haben.

Diese Ungerechtigkeit sehen nicht nur wir so, sondern auch 500.000 Unterzeichnende der erfolgreichsten Volksinitiative NRW. Nur die Laschet-Regierung sieht das scheinbar anders.

Sozialer Neustart für die Pflege – Veranstaltung mit Thomas Kutschaty

Wir haben genug geklatscht – was wir jetzt brauchen ist ein sozialer Neustart für die Pflege!

Heute hatte ich Thomas Kutschaty, Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion NRW, in meinem Wahlkreis zu Gast, um gemeinsam mit vielen Pflegekräften vor Ort über Probleme und Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren. Mit dabei waren noch Bürgermeister Rajko Kravanja und der Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe. Vielen Dank an alle, die dabei waren und vor allem auch für den tollen Input und die tollen Ideen, die mich motivieren, in diesem Bereich weiter für bessere Bedingungen zu streiten!

Eine bessere Bezahlung ist die eine Sache, in der Pflege wünscht man sich aber vor allem deutlich bessere Arbeitsbedingungen. Das wäre nicht nur sozial angemessen, sondern würde zugleich die Berufsklasse in ihrer Attraktivität weiter steigern. Es scheitert am Ende nicht daran, dass es nicht genug Personal gäbe, die diesen Beruf lieben und auch mit Leidenschaft ausüben würden. Das Problem liegt in einem schlechten Betreuungsschlüssel, einer dauerhaften Unterbesetzung und zu viel Verantwortung auf zu wenig Schultern bei einer zu geringen Bezahlung.

Wie wichtig der Gesundheitsbereich und die Pflege ist, sollte wohl mittlerweile dank Corona auch dem Letzten klar geworden sein. Wir müssen die aktuelle Aufmerksamkeit für diese Thema nutzen, um grundlegend etwas in dem Bereich zu verändern.

4-Tage Woche

Die 4-Tage-Woche ist wieder im Gespräch.

Als Instrument, um in der Corona-Krise Arbeitsplätze zu sichern und den Strukturwandel zu bewältigen – z.B. in der Automobilindustrie. Jörg Hofmann von der IG Metall spricht dabei auch von einem „gewissen Lohnausgleich“. Was das bedeutet, ist noch unklar.

Hubertus Heil zeigt sich offen für die Idee, der Arbeitgeberverband hat sich dagegen ausgesprochen.

Ich finde der Gedanke hat durchaus Charme. Die Konditionen unter denen eine 4-Tage-Woche stattfinden kann, müssen natürlich diskutiert werden. Aber das Weiterdenken des Konzeptes lohnt sich hier – mit Corona, aber auch allgemein!

Einladung: „Sozialer Neustart für die Pflege“ – Diskussionsrunde mit Thomas Kutschaty und Rajko Kravanja

Einladung: „Sozialer Neustart für die Pflege“ – Diskussionsrunde mit Thomas Kutschaty und Rajko Kravanja

Im Pflege- und Gesundheitsbereich muss sich was ändern – Auf hochjubeln und klatschen müssen ernsthafte Verbesserungen folgen. Corona hat wie ein Brennglas lange bestehende – und bekannte – Probleme in der Vordergrund gerückt, gerade in der Pflege. Hier steht Politik in der Pflicht: Bessere Arbeitsbedingungen und höhere Entlohnung müssen das Ziel sein, echte Wertschätzung das Ergebnis. Wir wollen keine Rückkehr zur alten Normalität, sondern einen sozialen Neustart. Der Weg dorthin geht über zuhören, aufnehmen und umsetzen.

Deshalb lädt die SPD-Landtagsabgeordnete für Castrop-Rauxel Lisa Kapteinat Sie herzlich ein zur offenen Diskussionsrunde „Sozialer Neustart für die Pflege“ am 24. August 2020 von 16.00-17.30 Uhr in das AGORA Kulturzentrum Castrop-Rauxel (Zechenstraße 2, 44581 Castrop-Rauxel).

Neben Bürgermeister Rajko Kravanja wird auch der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Kutschaty, zu Gast sein und mit Ihnen gemeinsam über Lösungsvorschläge und Reformansätze für eine nachhaltige Stärkung der Pflege sprechen.

Das Ziel der Veranstaltung ist zweierlei:

Zum einen soll sie Austauschmöglichkeit zwischen Ihnen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Pflegebereich, und der Politik sein – Corona ist noch nicht vorbei, aber bis dahin können und möchten wir nicht warten, um anzupacken und aufzuräumen. Was braucht ein Sozialer Neustart in der Pflege?

Zum anderen soll sie auch als Möglichkeit verstanden werden, Ihnen Gehör zu verschaffen der Pflege eine Plattform zu geben – und auch ein Gesicht. Tausende Bürgerinnen und Bürger haben in den vergangenen Monaten applaudiert, dieses Momentum müssen wir nutzen, um Pflege sichtbarer zu machen. Wer garantiert gute Versorgung – vor, während und nach der Krise?

Bei gutem Wetter werden wir draußen im Amphitheater der AGORA – mit AHA – sitzen bzw. stehen und miteinander sprechen. Bei schlechten Wetterbedingungen steht eine Ausweichmöglichkeit in den Räumlichkeiten der AGORA zur Verfügung.  

Auf Grund der Bestimmungen der Corona-Schutzverordnung und dem allgemeinen Gesundheitsschutz bitten wir bei Teilnahme um vorherige Anmeldung unter: lisa-kristin.kapteinat@landtag.nrw.de.

Selbstverständlich wird für die Einhaltung der angemessenen Abstände und Hygieneregeln gesorgt. Die Veranstaltung ist außerdem mit dem Ordnungsamt der Stadt Castrop-Rauxel abgestimmt. Bei Rückfragen können Sie sich jederzeit an mein Landtagsbüro (Tel.: 0211/884 2676) wenden.

Kommen Sie vorbei.

Lisa-Kristin Kapteinat / Jochen Ott: „Wohnungslosigkeit den Kampf ansagen“

Lisa-Kristin Kapteinat / Jochen Ott: „Wohnungslosigkeit den Kampf ansagen“

Laut aktueller Wohnungslosenstatistik 2019 sind in NRW rund 47.000 Menschen wohnungslos gemeldet. Hierzu erklären Lisa-Kristin Kapteinat und Jochen Ott, beide stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Das sind schlimme Entwicklungen. Seit 2018 sind mehr als 2.000 Menschen zusätzlich in dieser Notlage. Ursachen dafür sind vor allem die zunehmende Armut und der Wohnraummangel in den Ballungsgebieten. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Nordrhein-Westfalen ist schlichtweg dramatisch. Darüber können auch PR-Aktionen der Bauministerin nicht hinwegtäuschen.

Die schwarz-gelbe Landesregierung muss das Problem endlich ernst nehmen und der Wohnungslosigkeit den Kampf ansagen. Dazu gehört, die Landesprogramme kontinuierlich weiterzuentwickeln und die Unterstützung für wohnungslose Menschen flächendeckend auszubauen. Minister Laumann muss für mehr Beratungsangebote sorgen. Insbesondere für junge Frauen braucht es gezieltere Angebote.

Seit 2016 ist zudem die Anzahl der pro Jahr geförderten Wohnungen mit Mietpreisbindung um über 40 Prozent zurückgegangen. Dieser Sturzflug muss dringend gestoppt werden. Auch die ungeklärten Zuständigkeiten zwischen Sozial- und Bauministerium müssen endlich ein Ende haben. Es kann nicht sein, dass die beiden Ministerien auf diesem wichtigen Feld weiterhin so stur aneinander vorbei arbeiten und die Verantwortung dem jeweils anderen in die Schuhe schieben. Wir fordern die Landesregierung deshalb auf, Hand in Hand gemeinsame Sache im Kampf gegen die Wohnungslosigkeit zu machen.“ 

Lisa-Kristin Kapteinat: „Ausbildungsplätze in Zeiten von Corona sichern“

Lisa-Kristin Kapteinat: „Ausbildungsplätze in Zeiten von Corona sichern“

Im Juli 2020 gab es landesweit 103.329 gemeldete Ausbildungsstellen und damit 9.260 bzw. 8,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Anlässlich dieser aktuellen Entwicklungen erklärt Lisa-Kristin Kapteinat, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Die neuesten Zahlen zeigen, dass die Corona-Krise weiter auf den Ausbildungsmarkt in NRW durchschlägt. Viele Jugendliche sind bedingt durch die Pandemie in ihren Chancen eingeschränkt. Schulen waren zeitweise geschlossen. Abschlussprüfungen fanden später statt als sonst. Für Bewerbungsverfahren mussten durch Corona neue Formate entwickelt werden.

Deswegen gilt es, die noch verbleibende Zeit dafür zu nutzen, so vielen jungen Menschen wie möglich eine Ausbildung zu ermöglichen. Viele Jugendliche und Unternehmen sind wegen der Pandemie verunsichert. Sie brauchen jetzt bestmögliche Beratung und Unterstützung. Dafür muss sich Arbeitsminister Laumann höchstpersönlich einsetzen. Er muss bei den Unternehmen um Ausbildungsverträge werben und bei den Absolventinnen und Absolventen die nötige Aufmerksamkeit für die Perspektiven auf dem Ausbildungsmarkt schaffen.

Außerdem müssen die finanziellen Anreizsysteme, die die Bundesregierung geschaffen hat, konsequent genutzt werden. Auch hier steht Minister Laumann in der Pflicht. Er muss seiner Verantwortung gerecht werden und alles tun, damit die jungen Menschen noch in diesem Jahr eine Chance auf Ausbildung und Arbeit bekommen! Die Folgen der Corona-Krise für den Ausbildungsmarkt müssen so weit wie möglich gelindert werden.“

Lisa-Kristin Kapteinat / Regina Kopp-Herr: „Kinderarmut muss bekämpft werden – wir brauchen endlich eine Kindergrundsicherung und Hilfen für Alleinerziehende“

Lisa-Kristin Kapteinat / Regina Kopp-Herr: „Kinderarmut muss bekämpft werden – wir brauchen endlich eine Kindergrundsicherung und Hilfen für Alleinerziehende“

Anlässlich der heute veröffentlichten (22.07.2020) Bertelsmann-Studie zur Kinderarmut erklären Lisa-Kristin Kapteinat und Regina Kopp-Herr, beide stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Die heute veröffentlichte Bertelsmann-Studie zur Kinderarmut zeigt, dass immer noch jedes 5. Kind in Deutschland in Armut lebt. Es kann nicht sein, dass in einem der reichsten Länder der Welt so viele Kinder von Armut betroffen sind. In einer solidarischen Gesellschaft dürfen die Schutzbedürftigen nicht unter dem Radar laufen. Daher fordert die SPD-Landtagsfraktion schon seit langem die Einführung einer Kindergrundsicherung. Kinder haben ein Recht auf soziale Sicherheit und einen angemessenen Lebensstandard. Die Kindergrundsicherung kann einen wichtigen materiellen Beitrag zur Bekämpfung von Kinderarmut leisten. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und dürfen daher auch nicht so behandelt werden. Wir müssen sie endlich aus Hartz IV herausholen.

Vor allem alleinerziehende Frauen und ihre Kinder haben nach wie vor ein hohes Armutsrisiko. Derzeit beziehen laut DGB rund 45 Prozent der Alleinerziehenden in NRW Hartz IV. Die bestehenden Unterstützungsmöglichkeiten reichen hier bei Weitem nicht aus. Hier braucht es für die Betroffenen vor allem in den Bereichen Zeitsouveränität, Kinderbetreuung und Berufsperspektive deutliche Verbesserungen.

Um Kinder- und Familienarmut wirksam zu bekämpfen und die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, ist zudem eine Reform des Leistungsdschungels erforderlich. Es ist an der Zeit, Kindergeld, Kinderfreibeträge, Kinderzuschlag und andere Familienleistungen zu einer Kindergrundsicherung zusammenzuführen. Corona zeigt auch hier wieder, dass schon lang existierende Probleme durch Krisensituationen verstärkt werden. Daher ist eine gesetzlich festgelegte Kindergrundsicherung, die keine Altersgruppe ausspart, mehr als überfällig!“