Lisa Kapteinat: „NRW-Sportmilliarde: Wüsts wiederholte Trickserei“

Der nordrhein-westfälische Städtetag sowie der Städte- und Gemeindebund NRW haben in der heutigen Ausgabe der Neuen Westfälischen deutliche Kritik an der „NRW-Sportmilliarde“ der schwarz-grünen Landesregierung geäußert. Es handle sich nicht um zusätzliches Geld, sondern um eine bloße Zusammenrechnung bereits feststehender Mittel, und sei eine Nebelkerze. Hierzu erklärt Lisa Kapteinat, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Schon beim sogenannten „Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur“ der schwarz-grünen Koalition musste man beim genauen Hinsehen feststellen, dass das Paket zu großen Teilen aus Bundesgeldern besteht oder Mittel sind, die die Kommunen sowieso über das Gemeindefinanzierungsgesetz in den kommenden Jahren zustehen. Wenn Städtetag und Städte- und Gemeindebund nun auch bei der NRW-Sportmilliarde von einer „Nebelkerze“ sprechen, dann ist das noch höflich formuliert. Es ist wieder eine Trickserei von Ministerpräsident Hendrik Wüst. Und wenn man noch genauer hinsieht, erkennt man die Doppelbuchung: Alle Gelder, die uns jetzt als Sportmilliarde verkauft werden, wurden bereits im „NRW-Plan“ eingesetzt. Diese Augenwischerei hat offensichtlich Methode.

Die schwarz-grüne Koalition gaukelt aber nicht nur vor, etwas für den Sport zu tun, sie gefährdet damit auch die Bewerbung um die Olympischen Spiele. Wir wollen, dass in diesem Rahmen wirklich mehr für den Sport getan wird – sowohl in den Vereinen als auch in den Schulen. Mit dieser Trickserei erweist Ministerpräsident Hendrik Wüst unserer Bewerbung einen Bärendienst.“

Lisa Kapteinat / Thorsten Klute: „Pflegekrise in NRW: Laumann stimmt zu – liefert aber keine Lösungen“

Der Landtag hat heute den SPD-Antrag „Eine bessere Pflege für NRW: mehr Fürsorge, weniger Aufwand und Bürokratie – Pflegelotsen, Investitionen und Entlastung für Angehörige!“ beraten. Hierzu erklären Lisa Kapteinat, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW, und Thorsten Klute, Sprecher für Gesundheit und Pflege:

Lisa-Kristin Kapteinat:

„Pflege darf nicht arm machen – und sie darf Menschen nicht an ihre körperlichen und seelischen Grenzen treiben. In Nordrhein-Westfalen steigt die Zahl der Pflegebedürftigen rasant, gleichzeitig sinkt die Zahl der Pflegekräfte und immer mehr Einrichtungen geraten in wirtschaftliche Not. Minister Laumann weiß das alles, er hat es heute selbst bestätigt – doch er konnte nicht erklären, wie er die Pflege in NRW konkret verbessern will. Statt Entlastung erleben Pflegekräfte und pflegende Angehörige immer mehr Druck, immer mehr Bürokratie und immer mehr Überforderung. Wir als SPD sagen klar: Pflege braucht mehr Fürsorge und weniger Verwaltungsaufwand, bessere Arbeitsbedingungen statt leerer Versprechen und eine Politik, die pflegende Angehörige endlich als das anerkennt, was sie sind: eine unverzichtbare Säule unseres Pflegesystems. Unser Antrag liegt auf dem Tisch. Wer es ernst meint mit der Pflege in NRW, muss jetzt handeln.“

Thorsten Klute:

„Über 3.500 Euro Eigenanteil im Monat im ersten Jahr im Pflegeheim – nirgendwo in Deutschland ist Pflege teurer als in Nordrhein-Westfalen. Diese Zahlen machen Pflegebedürftige arm und treiben die Kommunen immer tiefer in die finanziellen Schwierigkeiten. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat in der Debatte heute selbst eingeräumt, dass diese Entwicklung nicht tragbar ist und den Zielen unseres Antrags eigentlich zugestimmt. Doch statt endlich eigene Vorschläge vorzulegen, bleibt er seit Jahren untätig. Während immer mehr Menschen Hilfe zur Pflege benötigen, Pflegekräfte fehlen und Pflegeplätze wegfallen, herrscht bei Schwarz Grün Stillstand. Unser Antrag zeigt konkrete Wege aus der Krise: Pflegelotsen, die Menschen durch den Pflegedschungel begleiten, mehr Unterstützung für ambulante Dienste und Tagespflegen, echte Entlastung für Angehörige und endlich ein Abbau der ausufernden Bürokratie. Zustimmung ohne Handeln hilft niemandem – weder den Pflegebedürftigen noch ihren Familien.“

Lisa Kapteinat / Dr. Dennis Maelzer: „Was jetzt folgen muss: Lückenlose Aufklärung und gerechte Kita-Reform“

Zum Rücktritt von Ministerin Josefine Paul erklären Lisa Kapteinat, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, und Dr. Dennis Maelzer, familienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

Lisa Kapteinat:

„Der Rücktritt von Josefine Paul ist eine Konsequenz auch aus ihrem Umgang mit Parlament und Öffentlichkeit bei der Aufklärung des Terroranschlags vom 23.8.2024. Anderthalb Jahre nach dem schrecklichen Anschlag waren die offenen Fragen zu ihrem Krisenmanagement und Kommunikationsverhalten noch immer nicht geklärt. Spätestens mit der bekannt gewordenen SMS, die von Medien veröffentlicht, aber nicht Teil der Ausschussakten war, war das Vertrauen nachhaltig erschüttert. Zusammen mit der FDP gehen wir davon aus, dass die Zurückhaltung dieser Akten kein Versehen war. Wenn zentrale Informationen fehlen, leidet die parlamentarische Aufklärung. Die Verantwortung dafür trägt die Ministerin, und die hat sie jetzt auch übernommen. Für ihre Entscheidung hat sie unseren Respekt, für ihre Zukunft wünschen wir ihr persönlich alles Gute. Der Weg für eine lückenlose Aufklärung im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss ist nun frei. Der Ministerpräsident muss sein Versprechen der maximalen Transparenz endlich einlösen. Klar ist jetzt aber auch: Eins der zentralen Ressorts dieser Landesregierung steht auf wackligen Füßen. Das sogenannte ,geräuschlose Regieren‘ von Schwarz-Grün gehört ab heute der Vergangenheit an.“

Dr. Dennis Maelzer:

„Die Entscheidung von Josefine Paul war letztlich unausweichlich. Sie war seit Monaten politisch geschwächt, und das hat sich zum Nachteil vieler auch auf wichtige Weichenstellungen in der frühkindlichen Bildung ausgewirkt. Der KiBiz-Referentenentwurf ist in der Fachwelt auf breite Ablehnung gestoßen, Vertrauen ging verloren. Dass die Ministerin zuletzt bei der Vorstellung der ABC-Klassen kaum noch eine Rolle spielte, war ein deutliches Signal. Zugleich trägt auch der Ministerpräsident für die falschen Weichenstellungen in der frühkindlichen Bildung Verantwortung: Die KiBiz-Verhandlungen wurden maßgeblich aus der Staatskanzlei gesteuert. Erst wurde die Ministerin dabei faktisch kaltgestellt, nun fallen gelassen. Jetzt ist es an der Landesregierung, für die KiBiz-Revision ein neues Verfahren aufzusetzen und für eine gerechte Kita-Reform zu sorgen. Schwarz-Grün steht in diesem zentralen Bereich allerdings auf unsicherem Fundament. Von geräuschlosem Regieren kann keine Rede mehr sein.“

Lisa Kapteinat: „Ein Frontalangriff auf Arbeitnehmerrechte und moderne Familienpolitik“

Zum sogenannten „Lifestyle-Teilzeit“-Antrag des Wirtschaftsflügels der CDU zum bevorstehenden CDU-Bundesparteitag erklärt Lisa Kapteinat, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Dieser Antrag offenbart ein zutiefst rückwärtsgewandtes Familienbild und zeigt, dass sich die CDU immer weiter von der Lebensrealität vieler Familien entfernt. Wer glaubt, dass Care-Arbeit nur mit der Erziehung von Kindern oder der Pflege der Eltern verbunden sei, hat vom Familienalltag nicht wirklich viel verstanden. Vor diesem Hintergrund lässt sich der Vorstoß nur als Frontalangriff auf moderne Familienpolitik interpretieren. Er ist zudem leicht als Ablenkungsmanöver von einer desaströsen Kita- und OGS-Politik zu entlarven, die nicht selten Ursache der Teilzeitfalle ist. Insbesondere die CDU-geführten Bundesländer sollten daher erst einmal ihre Hausaufgaben machen.

Davon unabhängig ist der Antrag aber auch ein harter Schlag ins Gesicht von Frauen. Sie machen bei uns in NRW rund 75 Prozent der Teilzeitbeschäftigten aus und müssen sich allein durch den Titel des Antrags diffamiert fühlen. Das gilt im Übrigen auch für die hart erkämpften Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die hier gleichsam herabgewürdigt werden sollen. Auch arbeitspolitisch ist dieser Antrag ebenfalls der reinste soziale Rückschritt.

Wir fordern Ministerpräsident Wüst dazu auf, sich eindeutig von diesen Plänen zu distanzieren.“

Lisa Kapteinat / Torsten Klute: „Mehr Investitionsförderung durch das Land bedeutet sofort geringere Eigenanteile für Pflegebedürftige“

Lisa Kapteinat / Torsten Klute: „Mehr Investitionsförderung durch das Land bedeutet sofort geringere Eigenanteile für Pflegebedürftige“

 Laut dem Verband der Ersatzkassen liegt der Eigenanteil für einen Platz im Pflegeheim in Nordrhein-Westfalen aktuell bei 3.582 Euro pro Monat, ist im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 270 Euro gestiegen und nur in Bremen und im Saarland noch höher. Hierzu erklären Lisa Kapteinat, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW, und Thorsten Klute, Sprecher für Gesundheit und Pflege:

Lisa Kapteinat:

„Die Eigenanteile für einen Pflegeheimplatz steigen unaufhaltsam. Während die Bundesgesundheitsministerin sich offensichtlich in endlosen Kommissionschleifen verheddert, scheint Pflege für Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann überhaupt kein Thema mehr zu sein. Die einzige Neuerung in der Pflege in NRW in diesem Jahrzehnt ist die Einführung der umstrittenen Pflegekammer geblieben. Dabei haben die Bundesländer mit der Investitionskostenförderung eine wichtige Stellschraube zur Senkung der Eigenanteile in den Pflegeheimen. Mehr Investitionsförderung durch das Land in NRW würde sofort geringere Eigenanteile für Pflegebedürftige bedeuten.“

Thorsten Klute:

„Viel zu viele Menschen können sich den Pflegeheimplatz nicht mehr leisten. Über die Ausgaben für Hilfen zur Pflege werden die Kosten dann auf die Städte und Gemeinden umgelegt. Diese Ausgaben steigen von Jahr zu Jahr. Immer häufiger zahlen also die Kommunen die Zeche für das Wegschauen von CDU und Grünen in NRW. Und zur Wahrheit gehört auch: Es ist völlig utopisch zu glauben, wir könnten dem Wachstum an Pflegebedürftigkeit in den nächsten Jahren mit vollstationären Einrichtungen begegnen. Deshalb kommt es umso mehr auf die Unterstützung der Pflege zu Hause an. Pflegende Angehörige sind die stillen Helden unserer Zeit. Sie endlich als vollwertige Träger der Pflege in NRW anzuerkennen, wird höchste Zeit. Mehr Fokus auf die ambulante Pflege, bessere Tagespflegeangebote und mehr Unterstützung bei der Pflege zu Hause – dazu werden wir in der kommenden Plenarwoche mit unserem Antrag „Eine bessere Pflege für NRW“ im Landtag auffordern.“

Lisa Kapteinat: „Geheim-SMS von Fluchtministerin Paul enthüllt – diese bewusste Täuschung ist verantwortungslos“

Lisa Kapteinat: „Geheim-SMS von Fluchtministerin Paul enthüllt – diese bewusste Täuschung ist verantwortungslos“

In der heutigen Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschuss „Terroranschlag vom 23.08.2024“ (PUA V) wurden u.a. der zuständige Gruppenleiter und die Abteilungsleiterin für den Bereich Flucht als Zeugen gehört. Die beiden Ministerialbeamten berichteten übereinstimmend von einer SMS, die Fluchtministerin Paul bereits am Abend des Samstags, 24.8.2024, an die Abteilungsleiterin für den Bereich Flucht geschickt hat. Darüber berichtete heute auch der Kölner Stadt-Anzeiger. Dem PUA V liegt diese SMS bisher nicht vor. Das liegt u.a. auch daran, dass CDU und Grüne einen Beweisantrag von SPD- und FDP-Fraktion zur Offenlegung dienstlicher Chat-Kommunikation der Fachebene abgelehnt haben. Allerdings sagte die Abteilungsleiterin heute aus, dass sie die SMS sogar zu den Akten genommen habe. Die Aktenlieferung der Landesregierung ist also wieder einmal unvollständig.

Gleichzeitig hat die Fluchtministerin stets den Eindruck zu erwecken versucht, dass es keine dienstlich motivierten SMS im Zusammenhang mit dem Terroranschlag gegeben haben soll. Das scheint ausweislich der heutigen Enthüllungen jedoch falsch zu sein. Laut Berichterstattung des Kölner Stadt-Anzeigers soll sich die Ministerin in dieser SMS nach möglichen Tatverdächtigen erkundigt haben. Antworten auf ihre Fragen folgten postwendend aus der Fachabteilung. Doch danach blieb die Ministerin auffallend stumm und untätig. Einen Kontaktaufnahmeversuch von Innenminister Reul ignorierte sie bekanntlich – und das, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt längst hätte alarmiert sein müssen. Hierzu erklärt Lisa Kapteinat, Obfrau der SPD-Fraktion im PUA V:

„Die heute bekannt gewordene Geheim-SMS der Fluchtministerin ist ein politischer Skandal. Während das Fluchtministerium stets den Eindruck zu erwecken versucht hat, es habe keine dienstliche SMS-Kommunikation im Zusammenhang mit dem Terroranschlag gegeben, zeigt sich nun: Das war eine bewusste Täuschung des Parlaments und der Öffentlichkeit. Die Ministerin war frühzeitig informiert – und blieb anschließend untätig und nicht erreichbar. Wer in einer solchen Lage schweigt, Kontaktaufnahmen des Innenministers ignoriert und als regierungstragende Fraktionen gleichzeitig Beweisanträge zur Aufklärung blockiert, handelt verantwortungslos und hat ein massives Glaubwürdigkeitsproblem. Das gilt auch für die immer gesicherter werdende Mutmaßung, dass die Landesregierung Kommunikationsdaten und Akten offenbar systematisch zurückhält. Da kommt automatisch die Frage auf, welche weiteren Nachrichten und Informationen die Ministerin noch verheimlicht. Statt maximaler Transparenz bleibt es bei maximaler Blockade. Diese Landesregierung muss endlich vollständig offenlegen, was wann kommuniziert wurde. Und Ministerpräsident Wüst muss seiner Verantwortung endlich gerecht werden und die Ministerin aus ihrem Amt entlassen.“

Lisa Kapteinat: „Kronzeuge bestätigt im PUA V: Fluchtministerin Paul war bereits am Samstag nach dem Anschlag umfassend informiert – und blieb untätig in Frankreich“

Lisa Kapteinat: „Kronzeuge bestätigt im PUA V: Fluchtministerin Paul war bereits am Samstag nach dem Anschlag umfassend informiert – und blieb untätig in Frankreich“

In der heutigen Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschuss „Terroranschlag vom 23.08.2024“ (PUA V) wurde der ehemalige Persönliche Referent von Fluchtministerin Paul, der diese am Anschlagswochenende nach Frankreich begleitete, als Zeuge gehört. Der Zeuge trug vor, dass die Ministerin bereits am Samstagabend über alle relevanten Details des ausreisepflichtigen Täters informiert wurde und selbst permanent die aktuelle Presselage beobachtete. Während die Polizei den mittlerweile verurteilten Attentäter am Samstagabend in einem Flüchtlingsheim in Solingen festnahm, saßen Ministerin Paul und ihre Begleitung in Tours beim Abendessen, besprachen offenbar die Informationen ihrer Abteilung über den Tatverdächtigen – und handelten nicht. Hierzu erklärt Lisa Kapteinat, Obfrau der SPD-Fraktion im PUA V:

„Der geladene Zeuge war als ehemaliger Persönlicher Referent die entscheidende Begleitung der Ministerin auf ihrer Frankreichreise am Anschlagswochenende – ein Kronzeuge des Scheiterns der schwarz-grünen Krisenkommunikation. Trotz der völlig offensichtlichen Lage am Samstag nach dem Anschlag und der daraus resultierenden Verantwortung von Ministerin Paul, setzte diese ihre Dienstreise fort und war zudem sowohl für Minister Reul als auch für Ministerin Neubaur am Folgetag für mehrere Stunden nicht zu erreichen. Und das obwohl sie sich ihrer Zuständigkeit längst bewusst gewesen sein musste. Wie sie in dieser Situation auf Lautlos-Modus schalten konnte, bleibt bis heute das große Fragezeichen.

Die Anzeichen verdichten sich zunehmend, dass die Ministerin gegenüber Parlament und Öffentlichkeit nach ihrer Rückkehr nicht die Wahrheit gesagt hat. Ihre Realitätskonstruktion, nach der sich für sie das ganze Bild erst im Laufe des Sonntags abgezeichnet habe, bricht immer mehr in sich zusammen. Stattdessen war sie bereits am Samstag in allen relevanten Punkten informiert – und blieb dennoch untätig. Die Ministerin entschied sich bewusst gegen ihre Verantwortung.

Ministerpräsident Wüst muss jetzt endlich handeln und Konsequenzen ziehen. Frau Paul ist als Ministerin nicht mehr tragbar und muss entlassen werden.“

 

Lisa Kapteinat: „Kreißsaal-Sterben in NRW stoppen – wohnortnahe Geburtshilfe sichern“

Lisa Kapteinat: „Kreißsaal-Sterben in NRW stoppen – wohnortnahe Geburtshilfe sichern“

Wie aus der Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Hebammenhilfe-Vertrag in NRW: Versorgung gefährdet“ (Drs. 18/16815) der SPD-Fraktion hervorgeht, ist die Zahl der Kreißsäle in NRW deutlich zurückgegangen. Gab es hiervon im Jahr 2019 noch 154, so liegt die Zahl in 2024 inzwischen nur noch bei 134. Hierzu erklärt Lisa Kapteinat, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„In Nordrhein-Westfalen geht die Anzahl der Kreißsäle seit Jahren kontinuierlich zurück. 13 Prozent weniger Versorgung in der Frauen- und Geburtshilfe – das ist kein statistischer Ausrutscher, das ist ein Alarmsignal. Für werdende Mütter heißt das: längere Wege, weniger Sicherheit, mehr Risiko. Und das alles noch bevor der Krankenhausplan von Minister Laumann überhaupt voll gegriffen hat. So steht die Gynäkologie des Rheinlandklinikums in Dormagen kurz vor der Schließung, im vergangenen Jahr hat das St. Anna Klinikum in Duisburg seine Geburtsklinik aufgegeben. Auch die Schließung der Gynäkologie des St. Rochus-Hospitals in Castrop-Rauxel steht im Zusammenhang mit der Krankenhausplanung der Landesregierung.

Der Minister räumt selbst ein, dass es bereits nach Verkündung der Bescheide zu weiteren Schließungen in der Geburtshilfe gekommen ist. Schließungen, die angeblich niemand kommen sah. Wer plant, ohne die Folgen zu überblicken, gefährdet die Versorgung.

Die Geburt eines Kindes ist kein Standortfaktor und keine Rechengröße. Wenn Kreißsäle verschwinden, verschwindet Sicherheit. Eine flächendeckende, verlässliche Versorgung von Frauen und ihren Neugeborenen darf nicht dem Sparwillen geopfert werden.

Die Landesregierung muss endlich handeln: Wir brauchen konkrete Maßnahmen zur Stabilisierung der Geburtshilfe, geeignete wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Hebammen und Kliniken sowie eine verbindliche Verpflichtung, die Versorgung vor Ort zu sichern. Es kann nicht sein, dass Familien weiter weite Wege für die Geburt ihres Kindes in Kauf nehmen müssen und dadurch zusätzliche Risiken entstehen.

Darüber hinaus muss die Ausbildung von Hebammen gestärkt werden – sie ist unerlässlich für die zukünftige Sicherstellung einer flächendeckenden geburtshilflichen Versorgung in NRW. Wir erwarten von der Landesregierung klare Antworten und schnell umsetzbare Lösungen, bevor noch mehr Kreißsäle geschlossen werden.“

Feierabend-Spaziergang durch Waltrop sorgt für vorweihnachtliche Stimmung

Bei einem gemütlichen Abendspaziergang durch Waltrop haben Landtagsabgeordnete Lisa Kapteinat und Bürgermeister Marcel Mittelbach am Freitag, den 14. November, interessierte Bürgerinnen und Bürger begleitet. Rund zwei Stunden ging es – ausgestattet mit Glühwein oder Kinderpunsch – vom Rathaus über den Stutenteichpark und zentrale Treffpunkte in Waltrop.

In entspannter Atmosphäre konnten viele Fragen angesprochen werden: Was passiert aktuell in Waltrop? Welche Baumaßnahmen stehen bevor? Welche Aufgaben übernimmt der Bürgermeister – und welche die Landtagsabgeordnete?

Offen, zugewandt und mit viel Zeit für persönliche Gespräche erläuterten Kapteinat und Mittelbach Hintergründe zu aktuellen Projekten und nahmen zugleich viele Anregungen für die weitere Arbeit mit.

Mit dem Duft von Glühwein in der Luft und warm eingepackt startete dabei schon ein Hauch vorweihnachtlicher Stimmung. Die Gruppe nutzte die Gelegenheit, um sich auszutauschen – über Waltrops grüne Orte, die Innenstadtentwicklung und all das, was die Menschen in der Stadt bewegt.

„Es ist uns wichtig, im Dialog zu sein – offen, unkompliziert und auf Augenhöhe. Der Spaziergang hat erneut gezeigt, wie wertvoll dieser Austausch ist.“, so Mittelbach und Kapteinat abschließend.

NRW-Plan von Hendrik Wüst für Waltrop ein Minus von 12 Millionen Euro

„NRW-Plan von Hendrik Wüst bedeutet für Waltrop ein Minus von 12 Millionen Euro“

Im März hat der Bundestag die Einrichtung eines Sondervermögens in Höhe von 500 Milliarden Euro beschlossen. Mit dem Geld sollen insbesondere auch Zukunftsinvestitio­nen in die Infrastruktur des Landes ermöglicht werden. Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich seinerzeit in Berlin dafür eingesetzt, dass aus dem Sondervermögen 100 Milliarden Euro bereitgestellt werden, damit auch Länder und Kommunen notwendige Investitionen tätigen können.

Landesregierung will nur 60 Prozent der Bundesmittel weiterleiten

„Die Bereitstellung der Mittel war ein historisch einmaliger Kraftakt. Nordrhein-Westfalen bekommt rund 21 Milliarden Euro aus dem Topf. Insbesondere die Städte in unserer Re­gion sind auf die Mittel angewiesen für dringend notwendige Investitionen. Zurecht hat die SPD-Landtagsfraktion gefordert, dass das Land die Mittel zu 80 Prozent an die Kom­munen weiterleitet. Jetzt aber wird deutlich, dass die CDU-geführte Landesregierung sich einen großen Teil der Bundesmittel in die eigene Tasche packt oder über bürokratische Umwege in dubiosen Förderprogrammen parken will“, so der Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe (SPD).

„Mit dem Vorschlag der SPD-Landtagsfraktion, die nach dem Gemeindefinanzierungsge-setz gerechnet hat und damit die Bedürftigkeit der Kommunen berücksichtigt hätte, wären es 25 Millionen Euro für Waltrop gewesen. Das Land will aber nur 12,9 Millionen Euro weiterleiten“, bemängelt die heimische Landtagsabgeordnete Lisa Kapteinat (SPD). „Da­mit bedeutet der NRW-Plan für Waltrop ein Minus in Höhe von 12,1 Millionen Euro, die bei dem großen Investitionsbedarf vor Ort dringend gebraucht werden. Mit diesem Vor­gehen wird der Sinn des Sondervermögens durch die Landesregierung regelrecht unter­wandert und das ist eine Unverschämtheit“, so Kapteinat.

Ebenso wie die SPD-Fraktion im Landtag NRW haben auch der Städte- und Gemeinde­bund und der Städtetag NRW gefordert, dass das Land 80 Prozent der Bundesmittel an die Kommunen weiterleitet. Lisa Kapteinat: „Dies hätte auch dem kommunalen Anteil an den öffentlichen Investitionen in Nordrhein-Westfalen der vergangenen Jahre entspro­chen. Dieser sogenannte NRW-Plan ist kein neues Investitionsprogramm, denn die schwarz-grüne Landesregierung täuscht mit hohen Summen und optischen Effekten eine Investitionsoffensive nur vor. Tatsächlich aber verweigert sie unseren Kommunen den dringend notwendigen finanziellen Handlungsspielraum.“